Weihbischof Schneider über die Piusbruderschaft

Kürzlich hat Edward Pentin, Vatikankorrespondent des „National Catholic Register“, ein Interview mit Weihbischof Athanasius Schneider ORC von Astana (Kasachstan) geführt, in dem es auch um die Priesterbruderschaft St. Pius X. ging. Jene Frage wurde allerdings nicht auf der Internetseite des „National Catholic Register“ veröffentlicht, sondern lediglich auf der privaten Internetseite von Edward Pentin. Im Folgenden finden Sie den Auszug aus dem Interview in einer ersten deutscher Übersetzung.

Edward Pentin: Was ist Ihre Sicht der Priesterbruderschaft St. Pius X.? Haben Sie Sympathie für ihre Position?

Bischof Athanasius Schneider ORC: Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus haben zu verschiedenen Anlässen mit Verständnis über die FSSPX gesprochen. Es war besonders zu seiner Zeit als Kardinal von Buenos Aires, dass Papst Franzsikus der FSSPX in einigen Verwaltungsangelegenheiten geholfen hat. Papst Benedikt XVI. Sagte einmal über Erzbischof Marcel Lefebvre: „Er war ein großer Bischof der katholischen Kirche.“ Papst Franziskus hält die FSSPX für katholisch und hat dies mehrfach öffentlich zum Ausdruck gebracht. Daher sucht er eine pastorale Lösung, und er hat großzügige pastorale Regelungen getroffen, die den Priestern der FSSPX die ordentliche Vollmacht geben, Beichte zu hören, und die eingeschränkte Vollmacht, die kanonische Eheschließung zu feiern. Je mehr die lehrmäßige, moralische und liturgische Verwirrung im Leben der Kirche wächst, desto mehr wird man die prophetische Mission von Erzbischof Marcel Lefebvre in einer außerordentlich dunklen Zeit der allgemeinen Kirchenkrise verstehen.

Vielleicht wird die Geschichte eines Tages die folgenden Worte des heiligen Augustinus auf ihn anwenden: „Auch erlaubt die göttliche Vorsehung oft sogar guten Männern, durch turbulente Verführungen sinnlicher Menschen aus der Gemeinde Christi gejagt zu werden. Wenn sie um des Friedens der Kirche willen geduldig diese Beleididung oder Schädigung ertragen und keine Neuheiten im Sinne von Häresie oder Schisma erproben, werden sie die Menschen lehren, wie man Gott mit wahrer Gesinnung sowie mit großer und aufrechter Liebe dienen soll. Die Intention derartiger Männer ist es, zurückzukehren, wenn der Aufruhr nachgelassen hat. Aber wenn das nicht erlaubt ist, weil der Sturm andauert oder weil ein heftigerer [Sturm] nach ihrer Rückkehr aufkommt, halten sie an ihrer Absicht fest, auf das Gute auch jener zu schauen, die für den Aufruhr und die Unruhe, die sie verjagt hat, verantwortlich sind. Sie bilden keine eigenständigen heimlichen Versammlungen, sondern verteidigen bis zum Tode den Glauben, von dem sie wissen, dass er in der katholischen Kirche gepredigt wird, und helfen durch ihr Zeugnis dafür.“ (De vera religione 6,11)

[Link zum Original]

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