Kevelaerer Kreuzweg: 7. Station

Siebente Station.

Jesus fällt zum zweiten Male.

V. Wir beten Dich an, Herr Jesus, und preisen Dich!

R. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöset.

Betrachtung. Mit der höher steigenden Sonne hebt sich auch der steinichte Kreuzweg mehr und mehr bergan. Noch einige Schritte, und Jesus ist unter den Toren Jerusalems. Seit dem letzten Abendmahle war Jesus weder Nahrung gereicht, noch die kürzeste Rast gestattet worden. Erschöpft und grausam gehetzt sinkt er abermals zu Boden. Der Grimm seiner Feinde steigerte sich, es folgen heftige Ausbrüche von Zorn und Verwünschungen, und unbarmherziges Drängen zur Eile, damit das Schlachtopfer noch vor dem Tode ans Kreuz geschlagen werden kann. Mit Stößen und Schlägen wird gegen ihn gewütet, an Stricken wird er gezogen und gezerrt. O wie wahr ist des Propheten Wort: Ich bin ein Wurm, kein Mensch.

Anmutung. Durch diesen zweiten schmerzlichen Fall wollte der Heiland meine schändlichen Gewohnheiten, meine häufigen Rückfälle in die alten Sünden sühnen. Er wollte mich belehren, wie kläglich und gefährlich es ist, wenn wir dieselbe schwere Sünde aufs Neue begehen.

[In meiner Textvorlage fehlen die Seiten 15 und 16. Daher kann ich den dort abgedruckten Text hier leider nicht bringen.]

[Quelle: Via dolorosa! Schmerzensweg unseres Herrn oder Kreuzwegbüchlein nebst Andacht zu den sieben Schmerzen Mariä, besonders zum Gebrauche der Pilger in Kevelaer. Von Professor Dr. Bernh. Schäfer; Kevelaer 1911; S. 14-]

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