Porträt von Bischof Fellay

Vor einer Woche, am 12. April 2018, wurde Weihbischof Bernard Fellay FSSPX, der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., 60 Jahre alt. Die nahm katholisch.de zum Anlass, ein kompaktes Porträt zu veröffentlichen, das aber leider etwas tendenziös ist, wie man es von dieser Publikation kennt. Nichtsdestotrotz ist der Text lesenswert, auch wenn er nichts Neues enthält.

Generalkapitel der Schwestern der FSSPX

Am 9. April 2018, in diesem Jahr der Festtag, an dem die Verkündigung Mariens gefeiert wurde, wählte das Generalkapitel der Schwestern der Priesterbruderschaft St. Pius X. eine neue Generaloberin.

Schwester Maria Jean Bréant, bislang Novizenmeisterin im französischen Noviziat Notre-Dame de Compassion in Ruffec, wird das Amt für sechs Jahre innehaben.

Erste Generalassistentin bleibt Thérèse Trutt aus Baden, zweite Generalassistentin wurde Schwester Marie Claire Wuilloud, eine gebürtige Schweizerin aus dem Wallis, die zuletzt Oberin des Klosters Hl. Pius X. im schwäbischen Göffingen war.

Auf der deutschen Internetseite der Piusbruderschaft findet sich ein kurzer Beitrag mit einigen weiteren Informationen zum Thema.

Traditionalistische Benediktiner in Artikel für LifeSiteNews (3/3)

Heute folgt der dritte und letzte Teil der deutschen Übersetzung des Artikels, den LifeSiteNews letzte Woche über die traditionalistischen Benediktinermönche von Silver City in New Mexico veröffentlicht hat. Autor des Beitrags ist, wie bereits in den vergangenen beiden Tagen jeweils erwähnt, Father Mark Hodges.

Ein Video erzählt die Geschichte des Kaffeeröstens im Kloster „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“. Es war bei einem Ausflug zum befreundeten Kloster in Brasilien, dass Bruder Bernard die ersten Fakten über Kaffee lernte. Das brasilianische Kloster war umgeben von einer Kaffeeplantage, und Bruder Bernard erfreute sich am vollen Geschmack des Kaffees vor dem Gebet der Matutin mit seinen brasilianischen Brüdern jeden Morgen um drei Uhr.

Bruder Bernard blieb für einen Monat im Kloster in Brasilien, und die dortigen Mönche brachten ihm die Grundlagen des Kaffeeröstens bei. Nach seiner Rückkehr suchte er mit dem Segen seines Oberen einen erfahrenen meisterlichen Röster auf, Bernie Digman, Eigentümer von „Milagro Coffee y Espresso“ in Las Cruces.

Acht Monate lang lehrte Digman die Brüder die hohe Kunst und das „nuancierte“ Handwerk. „Rösten ist wie jedes kulinarische Streben ein lebenslanges Unterfangen“, erklärt Digman.

Die Mönche in Brasilien setzten die Brüder in New Mexico mit einer kleinen familiengeführten Plantage in Verbindung, um erstklassige Kaffeebohnen zu importieren. Diese Plantage hatte den ersten Preis im Wettbewerb für Spezialkaffee in Rio de Janeiro gewonnen. „Das ist so, als würde man den ersten Preis für T-Bone-Steak in Texas gewinnen“, so Bruder Bernard.

Der begeisterte Bruder erzählt, die große Höhe des Klosters über dem Meeresspiegel helfe den Bohnen, sich schneller zu entwickeln – für einen großartigen milden Geschmack. Die Männer kümmern sich darum, die Bestellungen schnell zu bearbeiten, um den Kaffee besonders frisch zu halten. Bestellungen werden innerhalb weniger Tage geröstet und zugestellt.

Bruder Bernard sagt, dass der „pro-life“-Kaffee „Cafe4Life“ des Klosters „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ einer der besten ist, den Sie je trinken werden. Private Kunden können über das Internet bestellen, und Pfarreien können per E-Mail ein Großhandelskonto einrichten, um für den Lebensschutz zu sammeln.

Das Kaffeegeschäft hilft den Mönchen, Lebensschützern und sogar der Stadt, in der sich das Kloster befindet.

„Die Regel des heiligen Benedikt verwandelt langsam aber sicher diese Stadt, die einst nur ein Pferd hatte, in eine kleine Stadt Gottes, in der Art, wie die alten Benediktinermönche ganz Europa verwandelt haben“, erzählte Bruder Bernard LifeSiteNews.

Er sagt, dass das Kloster vielleicht eine der am schnellsten wachsenden männlichen Ordensgemeinschaften in den USA ist, wobei das Durchschnittsalter der Mönche bei Mitte 20 liegt. Weitere Männer denken bereits darüber nach, selbst einzutreten. „Wir haben die Pflicht, neue Räumlichkeiten für all unsere neuen Berufungen zu bauen, die andauernd eintreffen!“

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Traditionalistische Benediktiner in Artikel für LifeSiteNews (2/3)

Wie gestern erwähnt, hat LifeSiteNews, die bekannte und weltweit wohl wichtigste Internetseite mit Nachrichten zu Lebensschutz und Themen wie Familie und Sexualmoral, letzte Woche einen Artikel über die traditionalistischen Benediktinermönche von Silver City in New Mexico veröffentlicht. Autor des Beitrags ist Father Mark Hodges. Es folgt in einer ersten deutschen Übersetzung der zweite von drei Teilen des Artikels.

Die Brüder bieten Lebensschützern nun eine Gelegenheit für Spendenaktionen – in einem Apostolat mit dem Namen „Cafe4Life“.

Ein Priester beim Marsch hatte die Idee, einen „pro-life“-Kaffee zu machen, wobei Teile des Umsatzes der Unterstützung von Schwangerschaftszentren gewidmet werden könnten. Bruder Bernard teilte seinem Oberen diese Vision mit, und die Idee nahm Fahrt auf.

„Das Konzept ist einfach“, erklärt der Bruder. „Pfarreien im ganzen Land haben Millionen von Kaffeetrinkern. Jede Pfarrei kann nach der Messe Bestellungen für ‚Cafe4Life‘ entgegennehmen und ihn für einen angebrachten Profit für das eigene ‚pro-life‘-Apostolat verkaufen.“

„Da unser Kaffee außergewöhnlich gut ist, sind wir sicher, dass Stück für Stück die wöchentlichen Bestellungen der Pfarreien zunehmen werden“, ergänzt er. „Mit dem Zuwachs im Absatz wird auch die finanzielle Ausstattung für den Lebensschutz wachsen!“

Bruder Bernard sagt, der Kaffeemarkt sei riesig. „Nach meinen eigenen groben Berechnungen aufgrund von Statistiken, die ich im Internet recherchiert habe, geben Lebensschützer jedes Jahr elf Milliarden Dollar für Kaffee aus!“

Gegenwärtig gehört ein Großteil dieses Marktes Unternehmen, die Abtreibung unterstützen.

„Wenn wir annehmen, dass die Hälfte der Kaffeetrinker Lebensschützer sind, dann machen Unternehmen wie Starbucks – das allein im letzten Jahr 22 Milliarden Dollar verdient hat – einen großen Teil ihres Umsatzes mithilfe von Lebensschützern“, sagt er.

„Lassen Sie uns versuchen, einen Teil dieses Geldes wegzuleiten von Kaffeeunternehmen wie Starbucks, die gegen das Leben und gegen die Familie gerichtet sind, und lassen Sie uns das Geld dorthin geben, wo Leben gerettet und Mütter in Not ermuntert werden können, ihre kostbaren Schätze des Himmels zu behalten!“

Das Motto des „pro-life“-Kaffees „Cafe4Life“ des Klosters „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ ist: „Retten Sie die Ungeborenen und helfen Sie Müttern in Not mit ihren Kaffee-Dollars!“

Als engagierter Lebensschützer arbeitete Bruder Bernard fünf Jahre lang als Berater in einem Schwangerschaftszentrum in New York. Bruder Bernard erinnert sich lebhaft, wie er als Gehsteigberater die Ehre hatte, Teil eines Teams von Beratern zu sein, die eine junge Mutter ermunterten, von einer anstehenden Entscheidung für eine Abtreibung Abstand zu nehmen.

„Es war das erste von vielen Kindern, die gerettet werden sollten“, freut sich der Bruder im Gespräch mit LifeSiteNews. „Ich war gesegnet, bei der ersten Geburtstagsfeier dieses kleinen Mädchens zu sein und die Schließung jenes Abtreibungszentrums zu erleben!“

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Traditionalistische Benediktiner in Artikel für LifeSiteNews (1/3)

Letzte Woche hat LifeSiteNews, die bekannte und weltweit wohl wichtigste Internetseite mit Nachrichten zu Lebensschutz und Themen wie Familie und Sexualmoral, einen Artikel über die traditionalistischen Benediktinermönche von Silver City in New Mexico (USA) veröffentlicht. Autor des Beitrags ist Father Mark Hodges. Durch ihren Kaffee sind die Mönche anscheinend auch jenseits traditionsverbundener Kreise bekannt. Das Kloster ist verbunden mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. Es folgt in einer ersten deutschen Übersetzung der erste von drei Teilen des Artikels.

In einer kleinen südwestlichen Bergbaustadt importieren, rösten, mahlen, verpacken und verkaufen Ordensbrüder, welche „pro-life-Mönche“ genannt werden, ausgewählten Premium-Kaffee, der so gut ist, dass er zum „offiziellen Kaffee“ des jährlichen „March for Life“ in Washington geworden ist.

Bruder Bernard Marino trat vor 24 Jahren in das Benediktinerkloster „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ ein. Er ist sowohl der Gästebruder des Klosters als auch der „Kaffee-Dekan“, der für Qualitätskontrollen zuständig ist.

40 Mönche in Silver City – sowie viele junge Postulanten und 100 Männer auf einer Warteliste für einen Besuch – folgen der Spiritualität des heiligen Benedikt, die von Arbeit und Gebet geprägt ist. Um ihr Kloster finanziell über Wasser zu halten, machen sie Kaffee – köstlichen Arabica-Kaffee, als ganze Bohnen oder frisch gemahlen.

„Da Unsere Liebe Frau von Guadalupe die Schutzpatronin der Ungeborenen ist“, erzählt Bruder Bernard LifeSiteNews, „sind wir geehrt, wenn unsere Kaffee-Kunden uns ‚pro-life-Mönche‘ nennen!“

Bruder Bernard erklärt, das Kloster bete inbrünstig dafür, dass die Welt die Heiligkeit des unschuldigen menschlichen Lebens respektiere. „In verborgenen Klöstern auf der ganzen Welt beten Ordensbrüder und -schwestern und opfern sich selbst auf zur Sühne für die Sünden der Abtreibung, die unaufhörlich zum Himmel nach Vergeltung rufen“, sagt er.

Zum Gebet der Brüder kommt das öffentliche Zeugnis.

„2009 habe ich meinen Oberen, Pater Cyprian, gefragt, ob er darüber nachdenken würde, einige unserer Brüder zum ‚March for Life‘ in Washington zu entsenden“, erinnert er sich. „Ich sagte, dass wir dabei helfen könnten, Messen für die vielen heldenhaften Pilger zu feiern, die jedes Jahr dem schlechten Wetter trotzen und angesichts der Grausamkeiten der Abtreibung Zeugnis geben.“

Die Erfahrung war so positiv für alle, dass Pater Cyprian entschied, jedes Jahr Brüder zum Marsch zu entsenden. Und natürlich konnten die Brüder nicht gehen, ohne ihren Kaffee mitzubringen. Sie sind unterdessen zum Kaffee-Lieferanten für alle offiziellen Veranstaltungen des „March for Life“ geworden, einschließlich des berühmten „Rose Dinner“.

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Einkleidung, Tonsur und Niedere Weihen in Zaitzkofen

Das Fest Mariä Lichtmess ist stets ein besonderer Tag für die Priesterbruderschaft St. Pius X. in Deutschland. An jenem Tage wurden auch heuer wieder die neuen Seminaristen eingekleidet. Die Seminaristen des zweiten Jahres empfingen die Tonsur und wurden so zu Klerikern. Am nächsten Tag spendete Weihbischof Bernard Tissier de Mallerais FSSPX, der Biograf von Erzbischof Marcel Lefebvre, die Niederen Weihen.

Die Kandidaten, welche eingekleidet werden sollen, knien vor dem Bischof:

Bischof Tissier de Mallerais flankiert von Diakon und Subdiakon:

Überreichung des Kerzenleuchters bei der Weihe zum Akolythat:

Weitere Bilder, mitsamt einem begleitenden Artikel, hat der deutsche Distrikt der FSSPX veröffentlicht.

Übrigens wurden auch einige Seminaristen im französischen Flavigny-sur-Ozerain eingekleidet. Dort verbringen die französischsprachigen Berufungen der Piusbruderschaft ihr erstes Jahr, das Spiritualitätsjahr, bevor sie ins berühmte Walliser Ecône umziehen, wo sich bekanntermaßen das eigentliche Priesterseminar befindet. Der französische Distrikt hat von der Einkleidung einige Bilder publiziert, die allerdings leider recht klein sind. Daher verweise ich an dieser Stelle nur auf den entsprechenden Beitrag.

Einkleidung und Tonsur bei Piusbruderschaft in Amerika

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. in den Vereinigten Staaten von Amerika hat am 2. Februar 2018, dem Fest Mariä Lichtmess, die Einkleidung der im vergangenen Herbst eingetretenen Priesterseminaristen sowie die Tonsur der Seminaristen des zweiten Jahres gefeiert. Lange Jahre in Winona, Minnesota, beheimatet, zog St. Thomas Aquinas Seminary kürzlich nach Dillwyn, Virginia, im Osten der Vereinigten Staaten. Der neugebaute Komplex ist überaus beeindruckend. Allerdings fehlt gegenwärtig noch eine große Seminarkapelle.

Prozession der Seminargemeinschaft:

Die Seminaristen sind zur Einkleidung bereit:

Weihbischof Bernard Fellay FSSPX, der Generalobere der Bruderschaft, war eigens nach Virginia gereist, um die Tonsur vorzunehmen:

Weitere Bilder der Zeremonien sowie einen ausführlichen Bericht hat der deutsche Distrikt der Piusbruderschaft auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Weihbischof Schneider über die Piusbruderschaft

Kürzlich hat Edward Pentin, Vatikankorrespondent des „National Catholic Register“, ein Interview mit Weihbischof Athanasius Schneider ORC von Astana (Kasachstan) geführt, in dem es auch um die Priesterbruderschaft St. Pius X. ging. Jene Frage wurde allerdings nicht auf der Internetseite des „National Catholic Register“ veröffentlicht, sondern lediglich auf der privaten Internetseite von Edward Pentin. Im Folgenden finden Sie den Auszug aus dem Interview in einer ersten deutscher Übersetzung.

Edward Pentin: Was ist Ihre Sicht der Priesterbruderschaft St. Pius X.? Haben Sie Sympathie für ihre Position?

Bischof Athanasius Schneider ORC: Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus haben zu verschiedenen Anlässen mit Verständnis über die FSSPX gesprochen. Es war besonders zu seiner Zeit als Kardinal von Buenos Aires, dass Papst Franzsikus der FSSPX in einigen Verwaltungsangelegenheiten geholfen hat. Papst Benedikt XVI. Sagte einmal über Erzbischof Marcel Lefebvre: „Er war ein großer Bischof der katholischen Kirche.“ Papst Franziskus hält die FSSPX für katholisch und hat dies mehrfach öffentlich zum Ausdruck gebracht. Daher sucht er eine pastorale Lösung, und er hat großzügige pastorale Regelungen getroffen, die den Priestern der FSSPX die ordentliche Vollmacht geben, Beichte zu hören, und die eingeschränkte Vollmacht, die kanonische Eheschließung zu feiern. Je mehr die lehrmäßige, moralische und liturgische Verwirrung im Leben der Kirche wächst, desto mehr wird man die prophetische Mission von Erzbischof Marcel Lefebvre in einer außerordentlich dunklen Zeit der allgemeinen Kirchenkrise verstehen.

Vielleicht wird die Geschichte eines Tages die folgenden Worte des heiligen Augustinus auf ihn anwenden: „Auch erlaubt die göttliche Vorsehung oft sogar guten Männern, durch turbulente Verführungen sinnlicher Menschen aus der Gemeinde Christi gejagt zu werden. Wenn sie um des Friedens der Kirche willen geduldig diese Beleididung oder Schädigung ertragen und keine Neuheiten im Sinne von Häresie oder Schisma erproben, werden sie die Menschen lehren, wie man Gott mit wahrer Gesinnung sowie mit großer und aufrechter Liebe dienen soll. Die Intention derartiger Männer ist es, zurückzukehren, wenn der Aufruhr nachgelassen hat. Aber wenn das nicht erlaubt ist, weil der Sturm andauert oder weil ein heftigerer [Sturm] nach ihrer Rückkehr aufkommt, halten sie an ihrer Absicht fest, auf das Gute auch jener zu schauen, die für den Aufruhr und die Unruhe, die sie verjagt hat, verantwortlich sind. Sie bilden keine eigenständigen heimlichen Versammlungen, sondern verteidigen bis zum Tode den Glauben, von dem sie wissen, dass er in der katholischen Kirche gepredigt wird, und helfen durch ihr Zeugnis dafür.“ (De vera religione 6,11)

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