Frankreich, einst katholisch, wird zur „Nichte des Islam“

Marion Maréchal-Le Pen, die junge französische Dame mit dem berühmten Namen, hat sich mit einer fulminanten Rede auf der politischen Bühne zurückgemeldet. In einer kurzen Ansprache bei der bedeutenden tendenziell konservativen Veranstaltung CPAC (siehe unten) in den Vereinigten Staaten von Amerika erklärte Le Pen durchaus verständlich in englischer Sprache, aber doch mit deutlichem französischen Akzent, dass Frankreich seine katholische Identität verliere: „Nach 40 Jahren der Massenimmigration, der Islam-Lobby und der politischen Korrektheit ist Frankreich im Begriff, von der ältesten Tochter der katholischen Kirche zur kleinen Nichte des Islam zu werden.“ Terrorismus sei nur die Spitze des Eisbergs.

Die 28-jährige Enkelin des Gründers der Partei „Front National“, Jean-Marie Le Pen, sowie die Nichte der derzeitigen Parteivorsitzenden, Marine Le Pen, hatte sich 2017 aus dem politischen Leben zurückgezogen. Es war still geworden um den vielversprechenden neuen Stern am Himmel des „Front National“, der auch aus katholischer Sicht überaus interessant schien. Rund ein halbes Jahr war Le Pen nicht auf sozialen Netzwerken – Twitter, Instagram und Facebook – aktiv.

Am 22. Februar 2018 erwähnte sie im Rahmen ihrer Rede für CPAC auch das Naturrecht, das heuer – wenn überhaupt – fast nur noch von Katholiken befürwortet wird. Ohne Nation und ohne Familie verschwänden „die Grenzen des Gemeinwohls, des Naturrechts und der kollektiven Moral“, während die Herrschaft des Egoismus sich fortsetze.

„Heutzutage sind sogar Kinder zur Handelsware geworden. Wir hören in der öffentliche Debatte, dass wir ein Recht darauf haben, Kinder im Katalog zu bestellen, dass wir ein Recht haben, den Mutterleib einer Frau zu mieten, dass wir das Recht haben, ein Kind einer Mutter oder eines Vaters zu berauben. Nein, das haben wir nicht. Ein Kind ist kein Recht.“

Marion Maréchal-Le Pen wandte sich auch gegen diverse andere Manifestationen des Zeitgeistes. So sei die konservative Jugend heute bereit, für ihre Kinder gegen Eugenik und „das Delirium der Gendertheorie“ anzukämpfen. Es handle sich um eine Jugend, die ihre Eltern vor der Euthanasie schützen wolle.

Im Vorübergehen erwähnte Le Pen auch die Bewegung „La Manif Pour Tous“, die in Frankreich gegen die Einführung der „Ehe“ von Homosexuellen auf die Straßen ging und damit beispielsweise in Deutschland das Aktionsbündnis „Demo für Alle“ inspirierte. Ihre Rede schloss Le Pen mit einem Zitat des Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“

Was ist nun das Problem mit CPAC? Wieso ist die Veranstaltung nur tendenziell konservativ? Auf der einen Seite werden homosexuelle Vereinigungen zugelassen und dürfen ihre Materialien auslegen, während anderseits bestimmte Gruppierungen, die gegen die Homosexualisierung der Gesellschaft ankämpfen, Schwierigkeit haben. In diesem Jahr musste die Organisation „MassResistance“ dies leidvoll erfahren. Wer des Englischen mächtig ist, kann auf der Internetseite der wichtigen Organisation mehr darüber lesen.

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